Die Macht seiner Auferstehung

Der auferstandene Herr hat vor seiner Himmelfahrt den Aposteln den Auftrag übergeben: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern“ (Mt 28,19). Das ist ein gewaltiger Auftrag, der alle menschlichen Kräfte übersteigt. Aber nicht aus eigener Kraft sollten die Apostel zu den Menschen gehen, sondern im Vertrauen auf die Macht des Herrn. Denn Jesus sagt ausdrücklich: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.“
Was meint Jesus mit dieser Macht? Es ist nicht die Macht der Waffen, des Geldes oder einer raffinierten Verführung, sondern die Macht seiner Auferstehung.

1) Seine Macht besteht zunächst in der Wahrheit, da er selber die Wahrheit ist. Was Jesus gelehrt, gesagt und getan hat, das ist die erlösende Wahrheit. Diese Wahrheit kann eine Zeitlang niedergehalten werden. Sie kann verdreht oder totgeschwiegen werden. Die Menschen können oft lange mit der Lüge leben. Aber irgendwann setzt sich die Wahrheit durch. Jeder Mensch steht vor der Wahl, ob er sie annimmt oder sich ihr verschließt. Darum ist unser Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums so wichtig, damit der Same des Wortes zur Stunde Gottes aufgehen kann.

2) Die Macht des Herrn besteht zweitens in der Macht seiner Liebe, d.h. in der Macht seiner Gebote. Nur jene Gemeinschaften – angefangen bei der kleinen Zelle der Familie bis hin zum Staat – die auf Christus und seine Gebote aufbauen, können letztlich Bestand haben. Diese Macht der Liebe Christi ist es, die die Welt zusammenhält. Deshalb wird auch keine Tat und keine Mühe umsonst sein, zu der wir in dieser Liebe Christi bereit sind.

3) Die Macht Jesu besteht drittens in der Macht seines Leidens und Kreuzes. Er hat gesagt: „Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen“ (Joh 12,13). Der Herr hat für die von ihm geoffenbarte göttliche Wahrheit und Liebe freiwillig Leiden und Tod auf sich genommen. Das ist die stärkste Macht, die die Herzen der Menschen erobert und anzieht. Die Leiden dieser Welt, das Kreuz und der Tod sind eine Frucht der Lüge und der Sünden gegen Gott. Wir können sie nur als einen schlimmen Fluch erfahren und ansehen. Aber die göttliche Macht Christi besteht darin, dass er durch sein Kreuz und seine Auferstehung diesen Fluch für uns in Segen verwandelt hat. Im Kreuz Christi, in seinem Leiden sind wir gesegnet. Wer an ihn glaubt, für den wird das Kreuz und Leiden nicht zur niederdrückenden Last, die sein Leben zerstört, sondern zum Segen, der uns ewiges Leben bringt.

Das ist die Macht, mit der der Herr die Menschen an sich zieht. Der hl. Paulus sagt deshalb voll Freude: „Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen. So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen“ (Phil 3,10).

Sie ist die einzige Kirche

Der große russische Philosoph Wladimir Solowjew (1853-1900), der sich der römisch-katholischen Kirche zuwandte, setzte sich dafür ein, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche zu Rom zurückkehrt. In seinem Buch ‚Die russische Kirche und das Papsttum‘ beschrieb er sehr treffend das Wesen der römischkatholischen Kirche. Er sagt:

„Kein noch so starkes Argument kann die Tatsache widerlegen, dass es außer Rom nur nationale Kirchen wie die armenische oder die griechische Kirche, Staatskirchen wie die russische oder die anglikanische oder aber von Einzelpersonen gegründete Sekten wie die Lutheraner, die Calvinisten, … usw. gibt. Die römisch-katholische Kirche ist die einzige Kirche, die weder eine nationale Kirche noch eine Staatskirche noch eine von einem Menschen gegründete Sekte ist; sie ist die einzige Kirche der Welt, die das Prinzip der universellen sozialen Einheit gegen individuellen Egoismus und nationalen Partikularismus aufrechterhält und bekräftigt; sie ist die einzige Kirche, die die Freiheit der geistlichen Macht gegen den Absolutismus des Staates aufrechterhält und bekräftigt; mit einem Wort, sie ist die einzige Kirche, gegen die die Pforten der Hölle nicht die Oberhand gewonnen haben.“

Ich fühlte mich immer von ihm gerufen.

Der aus Indien stammende Christ Pavan Teja schrieb in einem Kommentar zu einem Youtube-Video über seinen Glaubensweg:

„Meine Geschichte beginnt so: Ich sehe die Hand des Herrn in meinem Leben seit meiner Empfängnis. Meine Mutter wollte mich abtreiben, doch dank der Bemühungen einer Ärztin, die katholische Nonne ist, wurde ich gerettet. Alle meine Kindheitserinnerungen sind geprägt von meiner Suche nach Gott. Ich habe mich sehr in allen religiösen (hinduistischen) Aktivitäten engagiert, aber dennoch fand ich keinen wahren Frieden in meinem Herzen. Ich fragte mich oft: Bin ich nach all diesen religiösen Zeremonien, die ich jeden Tag vollziehe, in der richtigen Beziehung zu Gott? Kommt er mir näher?
Meine früheste Begegnung mit Christus war ein großes Bild des Heiligsten Herzens Jesu. Ich fühlte mich immer von ihm gerufen. Während des Unterrichts und sogar in den Pausen schaute ich zu ihm auf. An dem Tag, als seine Augen meine Augen trafen, hat er mich nie mehr verlassen. Ich war immer noch ein überzeugter Hindu.

Ich wollte mein Karma durch Andachtsrituale überwinden, doch die Angst vor dem Tod und der Wiedergeburt hatte mich überwältigt. Die Worte Christi an Martha haben mich dann befreit: ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben.‘ Ich folgte Jesus, seit ich 11 war. Meine Familie und meine Verwandten hassten mich wegen meines Glaubens an ihn, aber der Herr war gnädig genug, mich mit 16 in seine Herde aufzunehmen. Ich wurde zusammen mit meiner Mutter und meiner Großmutter mütterlicherseits getauft und in die Kirche aufgenommen. Jesus, mein Erlöser, mein König, mein Ein und Alles, hat mein Leben verändert; ohne ihn hat das Leben keinen Sinn.“

Mit dem Rosenkranz ist der Sieg unser

Die Diözese Maiduguri im Nordosten Nigerias war seit 2009 eine der am stärksten vom islamistischen Terrorismus betroffenen Regionen des Landes. Doch in jüngster Zeit hat sich die Lage gebessert. Bischof Oliver Dashe Doeme führt dies auf eine Gebetsaktion zurück, die er 2014 nach einer Vision ins Leben rief. In einem Gespräch mit „Kirche in Not“ (Dez. 2024) berichtet er, dass 2009 die islamische Terrorsekte Boko Haram entstand, deren Ziel die Beseitigung des Christentums ist, nicht nur im Nordosten Nigerias, sondern im ganzen Land und über dieses Land hinaus. Der Höhepunkt der Krise war im Jahr 2014. Christliche Dörfer und Familien wurden angegriffen, Ernten wurden zerstört, 25 Priester vertrieben, 45 Ordensschwestern und 200 Katecheten mussten fliehen, weit über 200 Kirchengebäude wurden zerstört und viele Katholiken getötet. Die Leute flohen in verschiedene Richtungen.
(Nach Angaben der nigerianischen Organisation „International Society for Civil Liberties and the Rule of Law“ wurden seit Beginn des Terrors bis 2025 an die 12 000 Christen in ganz Nigeria getötet.)

In dieser schlimmen Zeit „betrat ich Ende Oktober 2014 abends die Kapelle, um zu beten. Und ich fing an zu beten und betete meinen Rosenkranz. … Wir haben natürlich das allerheiligste Sakrament, das ständig auf dem Altar in der Bischofskapelle ausgesetzt ist. Als ich diesen Rosenkranz betete, erschien plötzlich Jesus Christus auf der rechten Seite des Altars, nicht physisch, sondern in einer Vision. Also hob ich meinen Kopf und sah ihn und sagte: ‚Herr, was ist das?‘ Er hat mir nichts gesagt. Er trug das Gewand eines Zimmermanns und kam auf mich zu. Und was hielt er da in seinen Armen? Es war ein sehr langes Schwert. Als er sich mir näherte, streckte er seine Arme aus und gab mir das Schwert. Da ließ ich den Rosenkranz fallen, den ich in meinen Händen hielt. Ich ließ ihn auf die Kirchenbank fallen, öffnete meine beiden Arme und nahm das Schwert entgegen. Und das Schwert wurde zu einem Rosenkranz. Und dann sagte Jesus Christus, Boko Haram ist weg, Boko Haram ist weg, Boko Haram ist weg, dreimal. Und er verschwand.
Nach dieser Erfahrung war ich darüber zutiefst erschüttert, aber später beruhigte ich mich und sagte, nun, es ist eine klare Botschaft. Mit dem Rosenkranz werden wir die Krise überwinden. Mit dem Rosenkranz ist der Sieg unser.“

Im Jänner 2015 rief Bischof Oliver seine Priester zusammen und erzählte ihnen von dieser Vision. „Sie haben sich sehr darüber gefreut. Sie sagten, nun, das bedeutet, dass wir unser Rosenkranzgebet intensivieren, unser Gebet intensivieren und Marienandachten halten sollten.“
„Und ich kann Ihnen sagen, dass unser Volk trotz dieser verheerenden Erfahrungen einen sehr, sehr starken Glauben hat. Die Quelle unserer Kraft liegt natürlich in der Eucharistie. In unserer Diözese haben wir vor jeder Messe eine Stunde Anbetung des Allerheiligsten Sakraments. Und dann ist als drittes die Mutter Gottes. Unsere Liebe Frau ist die Quelle unserer Stärke.“

„Alles, was wir tun müssen, ist weiterhin den Rosenkranz zu beten und uns an allen Marienandachten zu beteiligen. Und lassen Sie mich Ihnen sagen, dass wir in unserer Diözese eine Reihe von Marienandachten eingeführt haben. Eine davon ist die Rosenkranzprozession. Genau das geschieht in unserer Diözese und auch in den anderen Teilen Nigerias. So auch die Weihe unseres Bistums an das Unbefleckte Herz Mariens. Jetzt gibt es in unserer Diözese viele Wunder.“ „15 Jahre Terroranschläge von Boko Haram, einer der tödlichsten Terrorgruppen der Welt, und dennoch wurde kein Priester in unserer Diözese getötet, weil unsere Mutter Maria ihre Priester beschützt.“ „Boko Haram wird uns niemals unseren Glauben nehmen.“

Ein Mann in Weiß zeigte ihnen den Weg

Laut der angesehenen internationalen Organisation Open Doors ist Nordkorea seit mehr als 20 Jahren der weltweit schlimmste Verfolger von Christen. Schon der bloße Besitz einer Bibel wird mit dem Tod bestraft oder drei Generationen dieser Familie werden in ein brutales politisches Straflager geschickt. Viele Menschen suchen nach Südkorea zu flüchten über eine Grenze, die extrem militärisch bewacht ist. Unzählige Berichte von Überläufern beschreiben, dass plötzlich in der Dunkelheit der Mann in Weiß vor ihnen erschien. Er wies ihnen den genauen Weg durch die tödlichen Minenfelder. Er zeigte ihnen die sichersten Stellen des gefrorenen Flusses, damit sie ihn überqueren konnten. Als sie schließlich in Südkorea ankamen, wurden sie in Integrationszentren gebracht. Viele von ihnen betraten zum ersten Mal in ihrem Leben eine Kirche. Und als sie hindurchgingen und die Buntglasfenster oder ein Gemälde von Jesus Christus betrachteten, erstarrten sie. Sie fielen unter Tränen auf die Knie. Denn genau in diesem Moment wurde ihnen klar, dass der geheimnisvolle, strahlende Mann, der sie in der eiskalten Zelle besucht hatte, der Mann, der sie sicher über den tödlichen Fluss geführt hatte, Jesus war. Sie kannten damals seinen Namen nicht, aber er kannte ihre Namen. Das Christentum in Nordkorea ist nicht tot. Es lebt, atmet und wächst im Untergrund. Obwohl sie jeden Tag mit der Gefahr der Hinrichtung konfrontiert sind, gehen Geheimdienstschätzungen davon aus, dass es heute in Nordkorea zwischen 300.000 und 500.000 heimliche Christen gibt.

Ich musste zwischen Jesus und meinen Eltern wählen

Der wachsende Einfluss des Islam in unseren Ländern ist eine Tatsache. Wir müssen uns auch im Klaren sein, dass die Christenverfolgung in den islamischen Ländern oft sehr stark ist. Aber auf der anderen Seite dürfen wir nicht übersehen, dass sich immer wieder Muslime zum Christentum bekehren. Viele dieser Bekehrten berichten davon, dass sie durch eine besondere Erfahrung, in der ihnen Jesus Christus selbst in einem Traum oder einer Vision erschienen ist, zum christlichen Glauben gefunden haben. Eine Reihe von Bekehrten haben davon Zeugnis gegeben, dass sie auf einer Pilgerfahrt nach Mekka, zum zentralen muslimischen Heiligtum, diese Bekehrung erfahren haben. Von Frau Nahed Mitualli, einer Lehrerin aus Ägypten, wird z.B. berichtet: Sie war eine überzeugte ägyptische Muslima, die alle Pflichten des Islam regelmäßig verrichtet hatte. Sie sagte, sie habe alle Menschen gehasst, die nicht an den Islam glaubten und machte christlichen Schülerinnen in ihrer Schule das Leben schwer. Sie erzählte: „Während einer Pilgerfahrt nach Mekka entdeckte ich die Wahrheit über den Islam.“ Seit dieser Erfahrung fing sie bereits in Mekka an, den Islam mit dem Christentum zu vergleichen. „Durch viel Studium kam ich zum Glaube an Jesus Christus als Retter und Gott … Ich verlor meine Kinder, meinen Ehemann, meine Arbeit und mein soziales Ansehen und vieles mehr für den wahren Gott.“ Sie musste flüchten und eine neue Existenz aufbauen.
Ein weiteres Zeugnis:
»Ich bin jetzt 24 Jahre alt, bin gelernter Schlosser und stamme aus einer einfachen Familie in der Südosttürkei. Mein Vater ist Fernfahrer, meine Mutter Hausfrau. Ich habe noch sechs Geschwister, alle Familienmitglieder sind tiefgläubige Muslime. Vor etwa sechs Jahren begegnete ich in meinem Heimatort jungen Christen und Muslimen, die miteinander über alles offen sprachen, sogar miteinander singen und beten konnten. … Mit der Zeit hatte ich den Wunsch, mehr über den christlichen Glauben zu erfahren. Ich begann die Bibel zu lesen und war von Jesus Christus fasziniert. Die Bibel und Jesus waren eine Überraschung für mich; die Art, wie Jesus mit Menschen umging, faszinierte mich. Das Gottesbild, das mir hier entgegentrat, das kannte ich bisher nicht. Nach einiger Zeit erbat ich den Taufunterricht. Beim Abschluss des Unterrichts stand ich vor einer schwierigen Entscheidung. Ich musste zwischen Jesus und meinen Eltern wählen. Der Vater stellte die Bedingung: „Dein Glaube oder deine Familie!“ – Ich betete und entschied mich für Jesus. Jesus ist für mich so bedeutend, dass ich auch die Eltern für ihn verlassen musste! Endlich wurde ich getauft, ein großes und tiefes Erlebnis für mich. Ein neuer Lebensabschnitt begann. Ich war mir aber auch bewusst, dass ich als Christ mit Schwierigkeiten zu rechnen haben würde. Kurz nach der Tauffeier erschienen in der Tat Beamte der örtlichen Polizei bei mir, und ich wurde als angeblicher Terrorist verhört. Auch viele Freunde wandten sich von mir ab. Deutlich ließen sie mich ihre Verachtung als einen „vom rechten Glauben Abgefallenen“ spüren. Meine Eltern reagierten entsetzt. Für mich begann ein Familiendrama. Ich musste das Haus verlassen. Ich betete viel. Immer wieder suchte ich Kontakt zu meinen Eltern. Wenige Tage vor dem Antritt des Militärdienstes wurden meine Gebete dann erhört: Auf die Vermittlung meiner Mutter hin war mein Vater bereit, mich in seinem Haus zu empfangen. … Inzwischen fühle ich mich in der katholischen Kirche so richtig zuhause! In der heiligen Eucharistie begegne ich Jesus, und ich möchte nur noch das tun, was Jesus von mir will. Jetzt studiere ich mit Freude Theologie und will mich für meine Aufgabe (als Priester) in meiner Heimat gut vorbereiten.«

Warum ist die Beichte so wichtig?

Kath.net hat dazu die Google-KI Gemini befragt. Hier die Antwort:

»In einer Welt, die das Wort „Sünde“ aus ihrem Vokabular gestrichen hat, erleben wir paradoxerweise eine Gesellschaft, die so belastet und gnadenlos ist wie nie zuvor. Überall wird „gebeichtet“: in Talkshows, auf Social Media oder beim Therapeuten. Doch diese säkularen Ersatzhandlungen bieten keine Lossprechung; sie bieten nur öffentliche Zurschaustellung ohne Vergebung. Die katholische Beichte ist das radikale Gegenprogramm zu dieser modernen Unkultur. Hier sind drei Gründe, warum sie für uns Katholiken unverzichtbar ist:

Gott statt Couch: Während die Welt uns einredet, wir müssten uns nur selbst akzeptieren, weiß die Kirche: Wir brauchen Heilung. In der Beichte begegnen wir nicht einem Richter, sondern dem barmherzigen Vater. Es ist der einzige Ort auf Erden, an dem die Last der Vergangenheit wirklich gelöscht wird – nicht nur besprochen.

Die Demut als Schlüssel: Das Aussprechen der eigenen Verfehlungen vor einem Priester ist ein Akt der spirituellen Rebellion gegen den eigenen Stolz. Wer beichtet, erkennt an, dass er nicht Gott ist. Diese Demut ist das Fundament für jedes echte geistliche Wachstum.

Neuanfang statt Selbstoptimierung: Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen. Das Sakrament der Buße schenkt uns die „gnadenhafte Ausrüstung“, um im Alltag bestehen zu können. Es ist die wirksamste Waffe gegen die Mutlosigkeit.

Fazit: Wer die Beichte abschafft oder ignoriert, beraubt die Gläubigen der kostbarsten Frucht des Kreuzesopfers Christi: der Gewissheit, von Gott persönlich geliebt und neu angenommen zu sein. Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente – er sieht von außen gut aus, kann aber niemanden heilen.«

Das Wasser, das ich geben werde

Am 3. Fastensonntag (A) hören wir im Evangelium von der Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen. Jesus bittet diese Frau, ihm zu trinken zu geben. Aber im Gespräch darf sie Jesus selbst als das lebendige Wasser erkennen, das den Durst ihrer Seele stillen kann.
Diese Begebenheit zeigt uns, dass die innere Beziehung zu Jesus Christus im Gebet in unserem religiösen Leben das Wichtigste ist. Eine Frau im Altersheim, die schon verstorben ist, hat erzählt, dass sie nicht beten könne, aber sie spreche in ihrem Inneren immer mit Jesus. Sie meinte damit, dass sie keine Gebete auswendig hersagen konnte, sondern dass sie immer wieder ein inneres Gespräch mit Jesus führte. Aber genau das ist es, worauf es ankommt. Das ist auch das Beten im Geist und in der Wahrheit, von dem Jesus gesprochen hat.
Im Evangelium werden uns einige wichtige Schritte gezeigt, wie die innere Beziehung zu Jesus sich vollzieht und was sie bewirkt.
Das erste ist: Jesus hat diese Frau zuerst angesprochen. Er hat das Gespräch begonnen. Und so macht er es auch mit uns. Der Herr spricht uns in unserer Seele an. Das kann in verschiedenen Situationen sein, dass wir Gottes Gegenwart wahrnehmen können. Das kann ein Wort der Heiligen Schrift sein, es können schöne Ereignisse sein, die sich gefügt haben, oder auch manche leidvolle Erfahrungen. Der Herr spricht uns an. Aber es kommt darauf an, dass wir auf ihn hören. Der Lärm und die Informationsflut, die uns heute umgeben, sind darauf ausgerichtet, dass wir nicht mehr auf die Stimme Gottes hören können.
Das zweite ist: Wenn Jesus uns anspricht, dann offenbart er uns die Wahrheit. Er zeigt uns, wer wir selber sind und wer er selber ist. Er führt uns zu einer tieferen Selbsterkenntnis. Die Samariterin hat immer wieder betont, dass Jesus ihr alles gesagt hat. Aber Jesus deckt die innersten Geheimnisse, Sehnsüchte und Schwächen unserer Seele nicht auf, um uns zu beschämen, anzuklagen oder niederzudrücken, sondern um uns zu zeigen, dass er der Erlöser ist.
Wegen ihres Lebensstandes, in dem sie war, fünfmal verheiratet, ist sie zur Mittagsstunde zum Brunnen gegangen, um den Leute auszuweichen. Doch jetzt, da sie Jesus begegnet ist und er ihr die Wahrheit geoffenbart hat, da geht sie zu den Menschen, um ihnen zu erzählen, dass sie den Erlöser gefunden hat. Sie führt nun die anderen zu Jesus Christus.
Das ist der dritte Punkt: Die Begegnung und innere Beziehung zu Jesus macht uns zu Aposteln und Zeugen. Wir laden auch andere ein, dass sie sich aufmachen, um Jesus Christus kennen zu lernen. Die Samariterin ist zum Brunnen gekommen, und sie hat dieses lebendige Wasser empfangen, das Jesus Christus ist. Diese Quelle kann den Durst der Seele stillen. In der hl. Messe, im Gebet und in der hl. Beichte können wir immer wieder zu dieser Quelle kommen.

Franziskusjahr

Anlässlich des Jubiläums „800 Jahre Transitus des heiligen Franziskus“, das an den Übergang des heiligen Franziskus von Assisi aus diesem Leben in die ewige Gemeinschaft mit Gott erinnert, hat Papst Leo XIV. für das Jahr 2026 ein Außerordentliches Heiliges Jahr ausgerufen. Dieses erstreckt sich aufgrund eines päpstlichen Erlasses vom 10. Jänner 2026 bis zum 10. Jänner 2027. In diesem Zeitraum besteht für die Gläubigen unter den üblichen Voraussetzungen die Möglichkeit, einen vollkommenen Ablass zu gewinnen, der einmal täglich erlangt werden kann.
Die allgemeinen Bedingungen, um den Vollkommenen Ablass zu erlangen, sind folgende:
Sakramentale Beichte;
Abkehr von jeder Anhänglichkeit an die Sünde;
Teilnahme an einer Hl. Messe und Kommunion;
Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters;
Besuch einer Franziskanerkirche (z.B. Kapuzinerkirche Bregenz) oder eines Ortes, an dem der hl. Franziskus verehrt wird;
Das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis, Anrufungen der seligen Jungfrau Maria, des heiligen Franziskus von Assisi, der heiligen Klara und aller Heiligen der franziskanischen Familie.

Maria führt mich zu Jesus

Der Arzt, Dr. Lukas Schwake war über vierzig Jahre evangelischer Christ. Vor 15 Jahren trat er in die katholische Kirche ein. In einem Interview mit dem Magazin AVEMARIA erzählt er über seinen Weg: „Ich bin christlich aufgewachsen, habe mit meiner Frau Hauskreise geleitet. Aber innerlich hatte ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt. Ich konnte die Liebe Gottes verkünden, aber ich habe sie selbst nicht mehr gespürt. Ich war kraftlos, am Ende, in Schwächen und Abhängigkeiten gefangen. In dieser Zeit begann ich, Bibeln in meinem Wartezimmer auszulegen. Zwei Jahre lang hat niemand reagiert – bis eine junge Frau sagte, sie sei durch Maria und Jesus innerlich geheilt worden. Das hat mich schockiert. Ich war ablehnend. Ich habe ihr Bibelstellen mitgegeben, die meine Sicht stützten. Wenige Tage später brachte ihre Mutter mir die Verse zurück – und stellte mir nur eine Frage: ‚Lesen Sie die Bibel dem Buchstaben nach oder mit dem Herzen?‘ Ich war sprachlos. Das war wie ein Stich ins Herz. Ich wusste: Da spricht Jesus. Und ich konnte nicht mehr ausweichen. Ich bin in meiner Praxis auf die Knie gefallen und habe gesagt: ‚Jesus, wenn du mich durch Maria und die katholische Kirche frei machen willst, bin ich bereit.‘ In diesem Moment wurde ich innerlich frei. Ich wusste: Jetzt beginnt etwas Neues. Ich hatte so viel gekämpft – und plötzlich durfte ich einfach loslassen. Ich habe begonnen, den Rosenkranz zu beten. Ich wusste nicht einmal genau, wie er geht. Aber ich habe gespürt: Das ist echt. … Es war, als würde mein Herz neu lebendig werden. … Ich hatte große Angst, dass Maria zwischen mir und Jesus stehen könnte. Aber ich habe erlebt: Sie führt zu ihm. Ich habe Jesus durch sie neu gefunden und Frieden bekommen. Ich begann, ihr mein Herz zu geben. Sie ist eine Mutter – sie urteilt nicht, sie schaut einfach nur und führt einen geduldig weiter. Durch sie habe ich gelernt, mein Herz wieder zu öffnen.“